Aktives Zuhören beschreibt ein Zuhören, bei dem der Zuhörer das Gehörte mit eigenen Worte wiederholt und damit bestätigt. Auch rückkoppeln genannt.
Der Zuhörende sollte Geduld haben und Gesprächspausen auch aushalten können. Wichtig ist, mit dem Kind Augenkontakt zu halten, was auch bedeuten kann, sich zu dem Kind ins Zimmer oder auf den Boden zu setzen, um auf gleicher Augenhöhe zu sein.
Zudem bedeutet Zuhören nicht gutheißen, jedoch sollte mit der eigenen Meinung sparsam umgegangen werden, um dem Kind die Selbstreflexion zu ermöglichen. Beim aktiven Zuhören versuchen die Eltern zu verstehen, was das Kind empfindet oder was seine Botschaft aussagt. Darauf formuliert der Elternteil sein Verständnis mit eigenen Worten und meldet es so dem Kind als Bestätigung zurück. Die Eltern als Empfänger senden keine eigene Botschaften z.B. ein Urteil, eine Meinung, einen Rat, ein Argument, eine Analyse oder eine Frage. Sie melden nur das zurück, was nach ihrem Gefühl die Botschaft des Kindes bedeutet. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie interessiert sind, was es macht und nehmen Sie Anteil! Kinder lernen so auch, Ihre Gefühle auszudrücken.
- Aktives Zuhören ist am angebrachtesten, wenn das Kind zu erkennen gibt, dass es ein Problem hat (Nicht wenn die Eltern ein Problem haben).
- Das Kind fühlt sich verstanden.
- Das Kind spürt die Akzeptanz des Elternteils.
- Das Kind erfährt Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen.
- Das Kind kann sein Verhalten selbst beurteilen.
- Das Kind wird angeregt, seine Probleme selbst zu lösen.
Beispiel:
Kind: Max hat mir mein Spielzeug weggenommen.
Elternteil: Darüber ärgerst du dich sicher, du magst nicht, wenn er das macht.
Kind: Stimmt, ich ärgere mich, weil ich damit spielen wollte.